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Wer will auch aus dem Hamsterrad ? - Peters Blog

Wer will auch aus dem Hamsterrad ?

Ich gehe davon aus, dass Du Markus Cerenak und seine Rebellion gegen das Hamsterrad in dem wir alle mehr oder weniger stecken, kennst, oder noch nicht?

Ich hatte das Hamsterrad im gestrigen Post schon mal erwähnt.  Wenn Du es noch nicht kennst, solltest Du das schnell abändern.

Markus Cerenak gehört meiner Meinung nach mit zu den besten Bloggern im deutschsprachigen Raum und was er in zweijähriger Bloggeschichte bisher veröffentlicht hat, ist bemerkenswert und lesenswert.

Lies seine 29 Gesetze des Hamsterrades und Du wirst verstehen, weshalb ich von Markus bzw. seinem Blog so begeistert bin.  20514_843712745674496_4622181232212084477_n

 

Im täglichen Leben fällt es uns ja nicht auf, aber wir sind in einem System, also einem Hamsterrad.

Und ich war sozusagen der Musterschüler dieses Hamsterrades. Ich habe brav Abitur (in Österreich heißt das Matura) gemacht und hab zu studieren begonnen. Klarerweise mit einem festen Berufsziel, weil sonst „geht das ja nicht“. Du brauchst natürlich einen Plan, welche berufliche Richtung du einschlagen sollst.
Damals schon, bei der Studienberatung ist ein Satz gefallen, den ich damals ignoriert habe und der erst jetzt wieder so richtig Bedeutung bekommen hat:

„Studiere einfach das, was dich interessiert und frage dich nicht, wie die Berufschancen sind. Wenn du etwas machst, dass dich interessiert, dann kannst du das auch gut. Wenn du etwas gut kannst, dann ebnet das deine Karriere und du wirst erfolgreich sein.“

Ziemlich klug. Respekt.

Nur damals war meine Birne noch nicht bereit dafür. Ich habe also begonnen Kommunikationswissenschaft zu studieren mit dem fixen Wunsch Journalist zu werden (oder auch ein cooler Werbeagentur-Fuzzi, ganz klar war mir das noch nicht).

Und ab dem ersten Tag auf der Uni wurde mein freies Denken nicht unbedingt gefördert, sondern ich schlitterte tiefer und tiefer in das System von Leistung und Ergebnis. Cool wäre es gewesen den Alltag ein wenig besser im Griff zu haben. Ein Werkzeug wie mein Lifestyle Campus zum Beispiel, der dir hilft dran zu bleiben und den Alltag besser zu meistern. Wenn du Interesse daran hast, KLICKE HIER und du bekommst mehr Infos

Nur wenn du gute Noten hast, nur wenn du einen guten Abschluss hast, wirst du dann auch einen Job bekommen. Spezialisiere dich. Entscheide dich. Sonst wird das nichts, das sagte man mir.

Kurzum es wurden von allen Seiten Gesetze in meine Birne gepflanzt, die sich Schritt für Schritt auf meine gesamte Weltanschauung ausgebreitet haben.
Mein erfolgreichster Blogartikel beschreibt ganz gut die Situation und zeigt dir, welche Bretter ich sogar noch bis vor kurzem vor meinem Kopf hatte. Bretter, die sich in deinem Leben vielleicht auch finden.

Die 29 Gesetze des Hamsterrades und warum sie niemandem auffallen

1) Akzeptiere was Andere dir sagen
Das ist einfach. Nicht denken, nur nicken. Kann jeder.
2) Stelle nichts in Frage
Ähnlich leicht in der Umsetzung. Auch wenn es bereits beim ersten Gedanken nicht logisch erscheint, scheiß egal, einfach tun, auch wenn es sinnlos ist und dir gegen den Strich geht.
3) Mach Matura oder Abitur,
geh auf die Uni, bilde dich weiter – nicht weil es dich interessiert sondern weil man das halt tut
Der Weg ist vorgezeichnet. Einfach mit allen im Gänsemarsch mithampeln. Nicht lange nachdenken, einfach eine Ausbildung starten und dann täglich auf Facebook posten wie sehr dich lernen anfuckt.
4) Denke nicht daran etwas Grundlegendes zu verändern
Hie und da kommen Gedanken auf, dass es das doch nicht schon gewesen sein kann und dass du dahinter kommen willst, was das ist. Vorsicht: Ignoriere diese Gedanken! Die Umsetzung könnten dich dazu bringen aus dem Hamsterrad auszubrechen
5) Nimm dir etwas vor, mach es aber nie
Ja, du hast einen Traum. Wichtig ist, dass du immer wieder in deinen Träumen schwelgst, es vielen Menschen erzählst aber nicht ins Handeln kommst. Handeln wäre zu anstrengend.
6) Schimpfe über deinen Job, ändere aber nichts
Werde nicht müde jedem zu erklären, wie Scheiße dein Job ist. Jammere gegenüber deinem Partner, deinen Freunden und natürlich bei deinen Kollegen, denke aber nie daran zu kündigen.
7) Schau viel fern, verbringe viel Zeit auf Facebook, lies wenig
Wichtig ist, dass du viel Reality-TV wie “Bauer sucht Frau” oder “Tausche Familie” siehst, denn das ist das echte Leben. Dann noch viel negative Nachrichtensendungen, sinnlose Bilder auf Facebook sharen und lesen auf ein Minimum beschränken und alles ist gut.
8) Genieße nur dein Wochenende
Du musst alle Hebel in Bewegung setzen um die Arbeitswoche zu vergessen. Alkohol und “Party Hard” ist ein gutes Mittel.
9) Beneide die anderen, tu aber nichts um selber beneidet zu werden
Schiele auf den Erfolg der anderen, meckere darüber aber denke dir insgeheim: Das wäre mir zu anstrengend. Das lass ich lieber.
10) Übernimm keine Verantwortung für dich und dein Leben
Am einfachsten ist es die Verantwortung auf den Chef, die Eltern, den Partner, die Politik, die Gesellschaft oder die heutige Zeit abzuschieben und kein Versäumnis bei dir selbst zu suchen
11) Sag, dass es früher besser war
Über die Großeltern machen wir uns lustig, aber selber sind wir genauso. Natürlich waren die Parties früher besser, auch die Urlaube sind nicht mehr wie früher und damals war alles billiger weil der Euro alles kaputt macht.
12) Unterstütze niemand anderen weil du denkst, dass dir ja auch niemand hilft
Denke nur an dich, schau nicht links und rechts und investiere keine Sekunde in andere Menschen, ohne dass du etwas zurück bekommst oder davon profitierst. Die Anderen tun es genauso.
13) Gib viel Geld für Autos, Mode und Technik aus, aber drehe jeden Cent um, wenn es darum geht dich weiter zu bilden.
Natürlich machst du Schulden für ein neues Auto, zahlst monatliche Leasingraten und gehst total gerne shoppen, weil du dir ja eh nie etwas gönnst. Da schaust du nicht so aufs Geld. Aber wenn es darum geht, dich selbst weiterzubilden, Seminare oder ähnliches zu machen um dich weiter zu entwickeln dann winkst du ab: “Das ist aber schon viel Geld….!”
14) Sag ganz oft: “Ich bin halt so”
Wichtig ist, dass du dir oft in Erinnerung rufst, dass du dich nichts ändern kannst. Du kannst selber nichts dagegen tun wie du bist. Weil Veränderung wäre anstrengend und risikoreich.
15) Denke kurzfristig
Wäge bei jeder Entscheidung ab, ob sich das ganze sofort auszahlt.
16) Sei nicht dankbar, halte das, was wir täglich haben für selbstverständlich
Also wirklich gut geht’s uns nicht. Ich meine diese ganzen Steuern und steigenden Kosten. Und der Staat zahlt ja auch lang nicht mehr soviel wie früher. Natürlich gibt es auf der Welt fast nur Länder, denen es noch viel schlechter geht, aber darüber wollen wir jetzt nicht reden.
17) Lass deine Ängste über dein Leben regieren
Verbringe sehr viel Zeit damit dir den Kopf zu zerbrechen, was alles schiefgehen kann.
18) Wenn du auf Reisen gehst achte darauf, dass alles so ist wie zuhause
Achte darauf, dass du dich was Essen, Kultur etc. betrifft sowenig wie möglich umstellen musst, lerne keine neuen Menschen kennen und sage stets, dass in der Heimat doch alles besser ist (Aber nur solange bist du wieder zuhause bist)
19) Mache immer das gleiche, lerne nicht aus Fehlern
Lerne dir eine Strategie ein und dann bleibe ein Leben lang dabei. Auch wenn du mit dieser Art und Weise scheiterst, ändere dein Verhalten nicht.
20) Sag oft: “Das kann ich nicht”
Eine echte Garantie etwas nicht zu erreichen ist es sich oft genug vorzusagen. Vergiss also nicht darauf dich Tag für Tag selbst zu sabotieren.
21) Verbringe viel Zeit damit, über andere schlecht zu reden
Du lästerst gerne über andere? Großartig, bleib dabei!
22) Gib auf, wenn du nicht sofort erfolgreich bist
Sieh ein, dass du nicht für Großes geschaffen bist. Das können nur die Anderen. Am besten ist, du machst alles nur halbherzig, dann ist die Chance noch größer nichts zu erreichen.
23) Wach auf und sei schlecht gelaunt
Egal ob es regnet oder die Sonne scheint, das wird heute wieder ein Scheiß-Tag. Vergiss nicht, das auch auf Facebook zu posten, damit es alle wissen.
24) Umgib dich mit Menschen, die dich runterziehen oder zu denen du nicht aufschauen kannst
Dein Freundeskreis hat einen starken Einfluss auf dich. Achte darauf, dass niemand in deiner Gegenwart ist, der besser ist als du oder von dem du etwas lernen kannst.
25) Warte auf den richtigen Zeitpunkt
Solltest du dich aufgerafft haben etwas zu verändern, dann warte bis der Zeitpunkt richtig ist. Es zahlt sich aus, dein ganzes Leben auf die richtige Gelegenheit zu warten, auch wenn sie nie kommt.
26) Setze dir keine Ziele, weil du nicht enttäuscht werden willst
Das Problem mit Zielen ist: Was ist wenn du sie nicht erreichst? Nein du bist kein Pessimist. Du bist nur realistisch und willst kein Träumer sein. Daher bevor du dich selbst enttäuscht, lass das mit den Zielen und erwarte stets das Schlechteste.
27) Schieb alles vor dir her
Ein ganz wichtiges Gesetz. Morgen ist auch noch ein Tag. Das kann warten…
28) Erschaffe nichts Bedeutendes
Hüte dich davor etwas zu tun, das für dich oder andere Bedeutung hat. Es könnte deine Leidenschaft entfachen!
29) Vergiss alles was du gerade gelesen hast und lebe weiter wie bisher
Wie in “Men in Black” solltest du dich “Blitz-Dingsen” und diesen Artikel vergessen!
Vermutlich hast du dich bei dem einen oder anderen Punkt wieder erkannt und auch an bestimmte Menschen in deiner Umgebung gedacht.
Wenn du dir denkst: „Da weiß ich jemand, der diese Zeilen auch lesen sollte“,
dann leite diese Mail weiter und hilf damit ein wenig mit, bei der kleinen Rebellion gegen unser aller Hamsterrad.

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