Wie ich Medium entdeckte

Da sage noch einer , er weiß schon alles über die Blogosphäre und da taucht auf einmal Medium auf meinem Radar auf .Fünf Tage vor Weihnachten war es , da stolperte ich , angerempelt durch einen Artikel von Walter Epp ,über diese Plattform und es war um mich geschehen . Ich komme einfach nicht mehr von Medium los .
Und was das gute daran ist, ich bin von einer Plattform namens Facebook weitestgehend unabhängig geworden, wo ich vorher oft geraume Zeit verbracht habe. Nicht um dort den ganzen Scheiß anzusehen, den manche tagein tagaus posten . Nein, ich war da auf der Suche nach lesenswerten Artikeln, wenn auf den Blogs, denen ich folge grad nichts Neues veröffentlicht war . Soll ja vorkommen bei meiner Vielleserei .
Dank Medium ist die Sucherei endlich vorbei .
Denn bei Medium findet man so viel Lesefutter, dass es gar nicht alles lesbar ist bei der Menge an Beiträgen, die täglich dort veröffentlicht werden .
Mein Blog http://www.pbellstedt.net/blog rückte vorübergehend etwas in den Hintergrund, doch ich habe in über zwei Jahren bescheidenen Erfahrungen in der Blogosphäre geschnallt, dass man quasi mit eigenen Händen Aufgebautes und ans Herz Gewachsenes keinesfalls vernachlässigen darf . Ein bisschen Egoismus und Individualität darf doch noch sein .

Aber was macht Medium so toll? 
Nun es gibt wie ich schon andeutete jedem Lesewütigen die Möglichkeit in einer Fülle von für ihn wichtigen Beiträgen auszuwählen .
Ja Medium.com ist beeindruckend und wird in der Zukunft eine riesengroße Rolle in meinem Leseverhalten und meiner eigenen Bloggerei spielen .
Dazu habe ich folgende Gründe :

1. Medium gibt mir die Möglichkeit in einer Fülle von Themen und Kategorien sowie Tags rumzustöbern und die Beiträge zu finden, die meinen Interessen entsprechen und die ich lesen möchte . Damit man die Artikel die man unbedingt lesen will nicht aus den Augen verliert, können die mit einem Lesezeichen markiert werden . Dabei erlebe ich ein völlig neues Gefühl des Lesens, denn eine solche Vielfalt an Beiträgen habe ich noch nirgends erlebt .
2. Absolut hervorzuheben ist, dass man dort auf Autoren, Blogger und Dichter stößt, die man sonst kaum kennengelernt hätte . Das ist so atemberaubend, so viele neue Namen zu entdecken, dass es mich fast ärgert, auf Medium nicht schon eher gestoßen zu sein . Stellvertretend will ich hier Mike Essig erwähnen, der mit seinen kurzen Beiträgen, Gedichten aber auch längeren Artikeln, manchmal auch mehrere am Tag, schnell zu meinen Favoriten gehörte . Vielleicht spielt auch eine Rolle, dass Mike Essig ungefähr in meiner Altersgruppe sein dürfte . Doch das ist nur ein Faktor, immer wieder anziehend sind seine Beiträge . Seiner Vorstellung zur Person , “Gedichte schreiben und Nickerchen machen “, kann ich auf alle Fälle beipflichten, so geht es mir auch, wobei er mir aber in punkto Veröffentlichungen etliches voraus hat . Ich bedauere nur, dass mein Englisch so schlecht ist wie eine Straße mit Schlaglöchern, überall Lücken . Das macht das Lesen im Original nicht eben leicht . Die Google Übersetzung auf meinem Smartphone, mit dem ich vorrangig lese, ist bekanntermaßen grottenschlecht, aber damit muss man leben . Nur ohne Medium hätte ich Mike Essig gar nicht kennen gelernt .
3. Obwohl ich meinen eigenen Blog habe, juckte es mich schnell in den Fingern, auch bei Medium zu schreiben . Das habe ich dann am 04.01.2017 mit einem Artikel in die Tat umgesetzt, den ich bereits auf meinem Blog veröffentlicht hatte . Aber dieser Artikel lag mir sehr am Herzen, daher konnte ich es mir nicht verkneifen, diesen auch hier einzubinden . Bislang sind es mittlerweile sieben geworden . Ich denke, dass in der Zukunft noch einiges hinzukommt . Erfrischend ist das Schreiben auf Medium, das will ich noch anführen . Der Editor gibt das Geschriebene so wieder, wie es auch nach der Veröffentlichung aussieht . Kein mühevolles Formatieren mehr, Links und Bilder sind auch kein Problem . Das Schreiben macht fast mehr Spaß als bei WordPress .

Zukunft beginnt erst 

Nun hat der CEO von Medium , Ev Williams Anfang diesen Jahres verkündet, dass es Probleme gibt mit der Finanzierung der Plattform und daher sogar 50 Mitarbeiter entlassen werden mussten . Ich dachte mir bei dieser Nachricht, verfluchte Sch…jetzt hast du so eine tolle Plattform entdeckt und nun soll die auch wieder den Bach runter gehen wie andere Sachen auch bei denen ich mich beteiligt hatte .
Aber dann gab es etliche Beiträge, die sich mit dem Thema befassten und da habe ich wieder Hoffnung geschöpft, dass niemand Medium nur wegen Finanzierungsproblemen scheitern sehen will .
Das kann auch gar nicht anders sein . Vor über einem Jahr bin ich auf Evernote gestoßen und will dieses Tool nie mehr missen und das kostet auch eine Jahresgebühr, je nachdem welchen Umfang man wählt .
Es ist in meinen Augen völlig legitim, wenn Medium für die Einrichtung eines Account eine angemessene Gebühr berechnet, schließlich läuft so ein Portal nicht nur mit heißer Luft .
Ich bin jedenfalls dafür und glaube fest daran, dass Medium noch eine große Zukunft vor sich hat .

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