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Warum sind wir so mordlustig? - Peters Blog

Warum sind wir so mordlustig?

Das Meucheln im übertragenen literarischen Sinne setzt sich fort.Das Morden bzw . das Lesen darüber begeistern spätestens seit Sherlock Holmes und Dr. Watson sehr viele Menschen .


Warum ist das so ? Ich beabsichtige keine tiefgründige Analyse, aber so viel sei zu meiner Lieblingsgattung Kriminalliteratur mal angemerkt :
Die Menschheit hat einen langen gewalttätigen Weg zurückgelegt. Jahrtausende war Schlagen, Erschlagen, Stechen und Erstechen, Schießen und Erschießen die größte Plage des Homo sabiens. Von Artgenossen umgebracht zu werden gehõrte zu den vorrangigsten Möglichkeiten sein Leben zu verlieren.


Je fortgeschrittener die menschliche Zivilisation wurde, umso stärker wurde der Drang, die Gewalt zu überwinden. Die Menschen gaben sich Regeln, die man dann Gesetze nannte. In manchen Ländern kann zwar heute noch jeder Trottel Waffen tragen, einige nennen das persõnliche Freiheit, aber allen halbwegs zivilisierten Staaten ( Ausnahmen bestätigen die Regel ) ist gemeinsam, dass das Gewaltmonopol speziellen Behörden vorbehalten bleibt, allgemein Polizei und Armee genannt.
Das hatte natürlich Folgen.
Allen Wirrköpfen, die sich Präsident, Premierminister oder sonst wie nennen, in manchen bisher klug regierten Ländern zum Trotz leben die Menschen heute in Mitteleuropa in einem Milieu weitgehender Sicherheit, was zunächst zweifelhaft klingt, angesichts ständiger Nachrichten in Presse und Fernsehen über irgendwelche Straftaten.


Fakt ist aber, dass die Kriminalstatistik in Deutschland einen stetigen Rückgang von Gewaltverbrechen ausweist. Auf das Jahr hochgerechnet trifft es von 100.000 Bürgern noch nicht mal einen, konkret nur 0,8. In den Vereinigten Staaten ist das Risiko, Opfer einer Gewalttat zu werden zwar sechsmal grõßer, aber auch dort ist seit Jahren die Kriminalitätsrate deurlich gesunken, so komisch das klingt.


Man sollte meinen, bei soviel Sicherheit, alle lesen lediglich Liebesromane oder Geschichten aus den Bergen und laufen mit Blumenkränzchen im Haar rum.
Mitnichten!

Die Gier nach Spannung ist dem Menschen in seinen Erbanlagen über Zigtausende von Jahren eingepflanzt worden, ein paar Jahrzehnte Frieden und relative Sicherheit können die auf Alarm und Adrenalinschübe geeichten Verhaltensweisen nicht ändern. Ohne ständige Gefahr, ohne das Böse, fehlt dem Menschen etwas. Das limpische System in unseren Gehirnen lässt grüßen.
Deshalb fahren wir so gern auf Grusel, Horror und artverwandte Genre und eben auch auf Krimis ab.
Gerade das letztere Genre boomt!
Was ständig an Kriminalromanen, Kriminalfilmen, vor allem auch im Fernsehen rauskommt ist bemerkenswert. Allein die Buchverlage veröffentlichen pro Jahr rund 3.500 neue Kriminalromane.


Kein Volk dieses Planeten liest, schaut oder hört mehr Geschichten über Kriminalfälle als die friedfertigen mordlustigen Deutschen.
So verrückt das klingt, die reale Kriminalstatistik kann mit dieser Flut an Gewaltverbrechen nicht mithalten, wirkt demgegenüber regelrecht mickrig.
Tatsache ist aber auch, dass nicht nur die Quantität im Anstieg begriffen ist, sondern auch die Qualität von Büchern und Filmen. Je ernsthafter sich Schriftsteller und Filmemacher mit den Abgründen der menschlichen Seele befassen umso größere Meisterwerke in Literatur und Film entstehen.


Für mein Fanprojekt, die Kriminalliteratur, sind das vorrangig solche Namen wie z.B. Ian Rankin, Michael Connelly, Mo Hayder, aber vor allem auch Michael Slade.Ich bin ein Sladist, kann ich mit voller Überzeugung behaupten. Dem zuletzt in Deutsch veröffentlichten SPECIAL X Thriller aus der Feder von Michael Slade “ Der Gnadenlose “ hatte ich meinen vorherigen Artikel am 31. Mai 2017 gewidmet.


Du kannst sicher sein, lieber Leser, dass ich mich auch zukünftig dem Sladismus und ähnlichen Themen  in weiteren Artikeln zuwenden werde.
P.S. Das Artikelbild habe ich mir von der Facebook-Seite von Michael Slade entliehen.

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