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Die Welt ist ein Friedhof von Schicksalen - Peters Blog

Die Welt ist ein Friedhof von Schicksalen

Vergessen sind Milliarden von Seelen, die nie die Chance hatten, so bekannt zu werden wie meinetwegen Hannibal , Alexander der Große, Goethe, Lincoln .
Wieviel Menschen haben bisher in der Geschichte der Menschheit eigentlich auf diesem Planeten namens Erde gelebt ? Weiß das wer ?
Die Anzahl ist auch egal, aber jeder hatte einen Lebenslauf, eine Mutter, einen Vater, die das neue Menschlein liebevoll großzogen oder auch sich selbst überließen.
Doch jeder mal gelebte Mensch war für sich etwas Besonderes, egal ob er nun in der Welt eine große Rolle gespielt hat oder nicht .
Mich überkommt immer bei solchen Gedanken ein beklemmendes Gefühl.

Grabsteine 
Da denke ich zurück, als meine Frau und ich erst vor Monaten auf unserem kleinen Dorffriedhof den Grabstein meines viel zu früh verstorbenen Schwiegervaters nach über 25 Jahren entfernen mussten. Wir entnahmen die in dem Grab enthaltenen zwei Urnen, die meines Schwiegervaters und die der Oma meiner Frau, die ihren Sohn überlebt hatte . Und sie kehrten zurück in den Garten, wo beide viele Jahre rumgewerkelt hatten . Natürlich nur die Asche in die Gartenerde, was sollten noch diese Gefäße . Nur von den daran angebrachten Schildchen können wir uns nicht trennen, stehen doch die Namen zweier geliebter Menschen drauf

Namen 

.
Zurück zu dem kleinen Friedhof .
Ich habe dort immer die auf alten Grabsteinen stehenden Namen und Sterbedaten angeschaut und überlegt, was waren das für Menschen, die 1947 oder 1949 oder sonst wann gestorben sind, den zweiten großen Krieg überlebt und paar Jahre später gleichwohl abgetreten sind von dieser Welt . Was hat ihr Leben geprägt ,was waren ihre Freuden und Leiden ? Die Antwort bleibt mit diesen nicht mehr existenten Menschen verborgen . Nur Angehörige wissen vielleicht noch paar Lebensfetzen, wie wir von Schwiegervater und Oma .

Gesichter 

Letzten Samstag sah ich mir eine Fernsehdokumentation an über das Vorrücken der amerikanischen Armee Anfang 1945 im letzten großen Krieg. Nicht dass ich da Wissenslücken hätte, das Beeindruckende war aber,dass ausschließlich Filmaufnahmen amerikanischer Kameraleute gezeigt wurden, mit faszinierenden Details über die Kriegsgeschehnisse in den letzten Wochen von Nazideutschland . Straßenkämpfe in Köln, erst der Dom in der Ferne, dann ganz nah, Aufeinandertreffen von amerikanischen Soldaten in vielen Dörfern und kleinen Städten auf diese Deutschen, die für viele junge Amerikaner anfänglich die Verkörperung des Teufels darstellten . Bis sie sahen, dass das meistens auch nur Menschen waren, die ihrer Arbeit nachgingen genauso wie der junge Farmer aus Missouri oder der Mechaniker aus Detroit .
Und oft zeigten die Aufnahmen die Gesichter der Akteure in diesem Albtraum, der sich Krieg nannte. Da der junge Soldat, der hoffte , heil wieder in seine amerikanische Heimat zurückkehren zu können und auf der anderen Seite der Deutsche, der in seiner Verblendung und seinem sinnlosen Fanatismus gegenüber einem geisteskranken Führer seine junge Frau mit dem Baby fast vergessen hatte und damit rechnete, nun an die Wand gestellt zu werden . Aber es gab auch deutsche Gesichter, die froh aussahen, endlich ein Ende, wenn auch mit Schrecken, dieses Irrsinns vor sich zu haben .

Schicksale 
Alles Gesichter, die oft nur eine kleine Rolle in diesem Schauspiel, das sich Leben nennt, spielten, jedoch gleichwohl ihr Leben führten . Und alle haben diesen Planeten geprägt, das Beste daraus gemacht, was sie dafür hielten, redlich oder unredlich.
Allen Schicksalen ist aber gemeinsam, dass sie zunächst die Umstände so hinnehmen mussten wie sie waren, in die sie hineingeboren wurden . Die einen haben die Umstände akzeptiert wie sie waren, die anderen aber haben im Rahmen ihrer Möglichkeiten versucht, diese zum menschlich Positiven zu verändern .
Alles eine Frage des persönlichen Mutes .

Alternativen
Mut ist keine Frage des Schicksals, was von Gott gegeben sein soll, sondern eine Frage der Alternativen, die ein Mensch im Laufe des realen Lebens hat .
Jeder hat die Wahl zwischen Gut und Böse zu wählen . So einfach und so schwierig ist das .
Nun sollte man meinen, dass die lebenden Seelen es den toten Seelen irgendwie schuldig sein müssten, schlechte Entwicklungen der menschlichen Gesellschaft sich nicht wiederholen zu lassen . Es gibt schließlich Geschichtsbücher und in der digitalen Welt hat sich die Informationsverbreitung noch um ein Vielfaches ausgeweitet .
Leider scheint es nicht so zu sein .
Angesichts der aktuellen Entwicklungen mit einem arroganten Typen als US-Präsidenten,was vor über einem Vierteljahr trotz der zu Ende gehenden Obama-Ära noch undenkbar schien, kann es nicht oft genug wiederholt werden, was Karl Popper schon vor geraumer Zeit geschrieben hat : “ Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf “.

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