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Die Sittenpolizei geht um - Peters Blog

Die Sittenpolizei geht um

Alle Gefängnisse des Landes sind überfüllt. Sämtliche Zellen doppelt belegt. Männer mit wirrem Blick schauen ängstlich durch die Gitterstäbe. Hungrig und gierig sehen sie einer uniformierten Blondine hinterher, aber ihr Blick ist nicht auf die üppigen Brüste und den prallen Hintern gerichtet, sondern auf den Früchtekuchen, den sie vor sich herträgt. Vor einer Zelle bleibt die blonde Uniformierte stehen und schiebt den Kuchen durch einen Spalt in den Stäben einem verurteilten Intendanten zu.

Ausgerechnet der, raunzt ein wegen sittenwidrigen Sprüchen im Wiederholungsfall verknackter Schauspieler seinen Zellengenossen zu, der ist der letzte, ergänzt er, wo der Intendant doch wegen unsittlicher Berührung einer talentlosen Tänzerin am Knie nur mit zwei Jahren davon gekommen ist. Er dagegen bekam dreieinhalb, nur weil er zu einer Statistin steiler Zahn, scharf wie ne Rasierklinge, nicht von der Bettkante stoßen gesagt hat. Die Richterin fand das gar nicht lustig und schrieb dem Schauspieler ins Urteil, dass diese verbotenen Bemerkungen strafverschärfend von widerlichen geilen Blicken begleitet waren.

Verwandte wie dieser schmierige Intendant müsste man haben, dachte der Schauspieler, die einem mit Sondergenehmigung der Ersten Ministerin für Missbrauchs -Aufklärung, kurz EMMA genannt, solch einen schönen Kuchen in den Knast schicken dürfen. Seine Ex käme nie auf diese Idee, für sie ist er ein erbärmlicher Sittenstrolch, die verdrängt hatte, in welch wilden Nächten die zwei Töchter entstanden sind, die natürlich auch nichts mehr von ihm wissen wollen.
Ihm blieb nur morgens und abends Brot mit Margarine und zum Mittag eine dünne Suppe oder irgendeine Kartoffelpampe, die Püree heißen soll. Wenn es wenigstens mal dazu Spiegel -oder Rühreier gäbe. Aussichtslos, Eier sind für Männer seit langen verboten.

Doch er hatte die Strafe bald überstanden, nicht so wie der arme einst berühmte Regisseur, der in Sicherungsverwahrung sitzt, weil er bei einer Gala einer talentfreien Schauspielerin im Alkoholrausch an den Arsch gefasst hatte.

Was waren das noch für Zeiten, als man Frauen noch hinterher pfeifen, mal scherzhaft auf den Hintern klatschen, vielleicht auch mal flüchtig an die Tittchen greifen durfte. Heute laufen die Männer auf der Straße nur mit gesenkten Kopf, tragen die Mütze oder die Kappe tief ins Gesicht gezogen, nur um nicht verdächtig zu wirken, sie würden Frauen lüsternd auf weibliche Körperteile gucken, oder googlen, ob man sich schon strafbar macht, wenn man einer Frau aufs entblößte Knie schaut.

Komisch, dass immer nur Prominente in Verdacht geraten? Liegt das an den Medien, die sensationsgierig jede Scheiße hochspielen? Kann ich mir nicht vorstellen, dachte der Schauspieler.

In einem kleinen Amtsgericht in der Provinz stand ein nicht prominenter Mann unter Anklage, seine jetzt Geschiedene vor 20 Jahren zum unehelichen Geschlechtsverkehr gedrängt zu haben. Die Ex, früher ein Tuttchen, hatte sich zum Drachen gemausert und wollte dem Scheißkerl nur eine auswischen.
Der Richter, einer der wenigen verbliebenen männlicher Herkunft in dieser Zunft schlug der Staatsanwältin und dem Verteidiger vor, wohl wissend, dass er keinen Freispruch riskieren konnte, das Verfahren gegen eine Geldauflage von 10 € einzustellen. Der Rechtsanwalt stimmte sofort, innerlich jubelnd, zu, die Staatsanwältin nach langem Zögern zähneknirschend auch und dachte, ihr alten Säcke seid auch irgendwann dran, nicht wissend, dass beide glückliche Familienväter waren.

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